Mittwoch, 30. Dezember 2015

My favourites part 2

Hallöchen.

Wie versprochen kommt hier mein Jahresrückblick in Bezug auf

FILM BUCH WEB


Meine absolute Neuentdeckung des Jahres ist PINTEREST! Meine Kinder haben mich schon in der Vergangenheit öfter darauf angepikst, aber ich bin halt auch schon ALT.... und habe keine ZEIT... und dachte, ich kann nicht noch mehr Blogs etc. verfolgen.

Aber NÖ.

Pinterest ist ein Lebenserleichterer. Jawohl. Ist irgendjemand von euch noch nicht dort unterwegs? Dann möge er jetzt weiter lesen, die anderen können wissend nicken und runterscrollen. Bis später!

1. Anmelden bei Pinterest ist ganz easy.

Einfach www.pinterest.com eingeben und dann ist man schon da. Man registriert sich dann dort, kann das auch über den Facebook Account tun, das ist am schnellsten. Dann muss man noch ein paar Präferenzen eingeben und fertig.

Kleine Kostprobe gefällig von dem, was Pinterest kann?

Ich suche ein paar neue Inspirationen für mein Outfit in blau und coral. Was passt dazu? Wie kann ein Outfit damit aussehen?

Ich gebe drei Schlagwörter, bestenfalls in englisch in die Suchleiste ein:

blue  coral  outfit und lasse suchen. Und das ist das Ergebnis:


Und natürlich noch viel viel mehr, wenn man runterscrollt! Es öffnen sich Bilder, die man dann öffnen kann und die auch meistens zu einer Website verlinkt sind, auf der man dann tiefergehender schauen kann.

Noch ein Beispiel: ich suche neue Inspiration für unser Silvester-Raclette.

Also gebe ich in die Suchleiste Raclette Rezepte ein, und dann öffnet sich dies:


Ich kann ein beliebiges Bild anklicken und mich zu dem Rezept führen lassen.

Noch ein Beispiel: Ich suche Inspiration für ein Sommer Picknick. Das gebe ich auch so ein. Und dann kommt dies:


Pinterest ist ein Board voller Inspirationen, wunderschöner Bilder, Rezepte, Einrichtungsideen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Nichts. Mein Tattoo habe ich auch von dort, viele Einrichtungsideen sind von dort, meine Einladungen vom Autohaus versehe ich mit Bildern von Pinterest, ich koche oft nach den Rezepten, die ich dort finde, ich LIEBE ES!!!

Damit man all diese schönen Dinge nicht vergisst, kann man sich eigene Pinnwände erstellen. Dort kann man dann die verschiedenen gefundenen Dinge "reinpacken". Meine Pinnwände heißen

delicious     DIY    Outfits   etc...

Deshalb ist Pinterest MEIN Lebenserleichterer schlechthin. Ich finde dort alles, aber in wunderschöner Ausführung und mit dem Link dazu. Meine Entdeckung des Jahres!

Ich habe ein paar Jahre gebraucht, bis ich es entdeckt habe und nun kann ich nicht mehr ohne! Ich kann eher auf Facebook verzichten als auf dieses Board voller genialer und schöner Ideen.

Meine Lieblingsblogs in diesem Jahr, auf denen ich unterwegs war und die ich zum Teil neu entdeckt habe, sind diese hier:

DELICIOUSLY ELLA

Ist ein englischsprachiger Blog einer jungen Frau voller Inspiration, gesunder Lebensweise, Rezepten, Beautytips usw. Sie ist so zuckersüß und reizend und charmant, man muss sie einfach lieb gewinnen.

LIEBESBOTSCHAFT

Diesen Blog verfolge ich schon seit es ihn gibt, also seit Jahren. Finde nicht alles toll, was da passiert und überlese auch vieles, aber immer wieder gibt es tolle Rezepte, Einkaufstips, Inspirationen etc. die wirklich wertvoll sind. Die Tochter der Blog-Betreiberin war einmal Teilnehmerin bei Germanys Next Topmodel, was ich ja logischerweise schaue (!) und es war spannend, damals ein paar Insidergeschichten zu lesen und zu hören.

LEELAH LOVES

Mag ich sehr vor allem wegen der einfachen und tollen Rezepte, der Basteltips und der Einrichtungsideen.

Und zu guter Letzt:

SINNENRAUSCH

Ein Blog für Wohnsinnige! Es sind wirklich schöne Einrichtungstips und DIY Projekte darin, es lohnt sich auf jeden Fall, da durch zu sehen.


Meine Filmentdeckung des Jahres ist:


Der Tip kam von unserer Tochter, und es hat sich gelohnt! Der Film ist zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme geworden, er ist so dermaßen warmherzig, witzig, musikalisch....!
 
Den Soundtrack habe ich mir auch gleich runtergeladen, und das Geile ist: Keira Knightley singt alle Songs selbst! Adam Levine spielt auch mit, es lohnt sich also auch schon allein wegen der Darsteller! Genialer, intelligenter, wunderbarer Film.
 
Schaut außerdem unbedingt diesen Film, falls ihr das noch nicht getan habt:


Mein Gott, ist der gut. Zwar schon alt, aber gut. Bitte schauen, er ist grade in der heutigen Zeit, in der die Flüchtlingsdebatte uns wuschig macht, sehr interessant. Man muss auch weinen, man muss sehr viel lachen, er ist genial.
 
Ein weiterer sehr guter Film, der zu Herzen geht ist dieser:


Er spielt im Mississippi der 60-er Jahre und behandelt die Situation der farbigen Hausmädchen. Bitte schaut ihn an, er ist jede Minute wert, denn man ist so oft so fassungslos und schockiert, fühlt so sehr mit und ist am Ende völlig fertig. Unbedingt schauen!

Ein weiterer Film, der einen berührt und erschüttert zurück lässt, ist dieser, auch einer meiner Lieblingsfilme:

 
Er handelt von der Freundschaft zweier Jungen in Kabul und von ihrem Entzweien, von Verrat und Vergebung. Einer der besten Filme, die ich kenne.
 
 
Dieser vorletzte Filmtip ist ebenfalls einer meiner liebsten Filme. Wer bei "Gabriellas Song" nicht in Tränen ausbricht, der hat kein Herz. Oder eines aus Stein.
 

 
Und zu guter Letzt, mein all-time-favourite, dessen Filmposter ich auch in unserem Kaminzimmer hängen habe:

Den kennt ihr alle, oder? Wehe nicht!!

Es gibt natürlich noch ungefähr 1.431 weitere Filme, die ich liebe, aber das kommt später mal.

Ein kleiner Auszug sehenswerter Filme, die ich auf meiner Besten-Liste habe:

- Brautalarm
- Avatar
- Der Butterfly Effekt
- Willkommen bei den Schtis
- Flashdance
- Liebe braucht keine Ferien
- Ziemlich beste Freunde
- Million Dollar Baby
...
...
...
to be continued...

Habt einen schönen Abend!

Dienstag, 29. Dezember 2015

my favourites

An den letzten drei Tagen dieses Jahres möchte ich euch mal wieder einen kleinen Dienst erweisen und all die Dinge kundtun, die ich dieses Jahr echt genial fand!

Ich meine nicht die Dinge, die man nicht kaufen kann, wie Gesundheit, Familie, Liebe, großartige Momente... ich meine die ganz schnöden materiellen Dinge. Yep.

Und ich fange an mit meinen

BEAUTY-BODY-FEELINGGOOD-FAVOURITES

Gesichtspflege:


Ich stehe auf Dinge, die was bringen. Und die aus soviel natürlichen Zutaten bestehen wie nur möglich. Und die im besten Fall ohne Tierversuche hergestellt sind.

Dazu muss ich ausholen und das geht so:

im London Urlaub habe ich mich an das Buch "Skin Cleanse" gemacht, das es momentan nur in englisch gibt, z.B. HIER erhältlich.


Ich hab es sozusagen in einem Haps verschlungen. Es ist einfach geschrieben, manche langweiligen Passagen habe ich ausgelassen. Die Quintessenz ist die:
 
wieso sollten wir uns Chemie aufs Gesicht schmieren? Wieso sollten wir uns Dinge aufs Gesicht schmieren, die wir nicht mal ESSEN würden?
 
Was wir nicht essen würden, gehört auch nicht aufs Gesicht.
 
Das hat mir echt zu denken gegeben.
 
Das Buch ist voll von Weisheit, was den Körper angeht, und es ist so einfach und nachvollziehbar, dass es einem die Schuhe auszieht. Wenn man alles beherzigt, dann hat man eine Haut wie ein Baby. Ich habe es eine Zeitlang beherzigt und HATTE eine Haut wie ein Baby. Leider bin ich nicht diszipliniert genug, um das immer so zu tun...

Was mir jedoch eine Lehre ist und war: so wenig Chemie aufs Gesicht wie möglich.

Deshalb mein  Beauty Tip Nr. 1 für Gesichtspflege:

Kokosnussöl

Kokosnussöl ist eines der gesündesten Öle, das es gibt. Man kann es für alles benutzen, es hat einen hohen Rauchpunkt und ist daher ideal zum Braten und Dünsten, es ist aber vor allem ein ideales Schönheitsmittel.

Die Konsistenz ist hart, so lange das Öl kalt ist. Es sieht im Glas dann weiß aus, wie Creme.


Nimmt man ein haselnussgroßes Stückchen heraus und verteilt es zwischen den Fingern, wird es sofort flüssig.
 
Man kann es dann auf den Augen verteilen (auf den geschlossenen!) und einreiben, damit man das Augen Makeup löst. Danach mit warmem Wasser abspülen.
 
Nach der Gesichtsreinigung kann man es als Creme benutzen. Ich mache das nur zur Nacht so, denn dann ist es egal, ob mein Gesicht glänzt, und man riecht wie ein Bounty, wenn man ins Bett geht! Lecker!
 
Am Morgen ist es komplett eingezogen, die Haut ist strahlend und weich. Man kann es als Haarmaske benutzen, als Rasiergel, zum Ölziehen, wenn man eine doofe Stelle im Mund hat....
 
Es ist einfach nur Kokosöl, die Natur bietet es einfach so an, es ist kein Tier dafür gestorben oder gequält worden, und es ist traumhaft günstig und wirksam!
 
Darauf achten, dass man Bio Qualität nimmt, das ist wichtig!
 

Tip Nr. 2

Apfelessig:

Man braucht kein Gesichtswasser aus der Drogerie. Man kann Apfelessig nehmen. Aus vielen verschiedenen Blogs, in denen ich unterwegs bin und auch aus dem Buch Skin Cleanse habe ich diesen Tip.
 
Apfelessig hat viele positive Eigenschaften, vor allem aber für unreine Haut. Auch für fettige. Für großporige. Denn Apfelessig wirkt desinfizierend und adstringierend.
 
Man nimmt einfach einen guten Bio Apfelessig, am besten einen naturtrüben, kann aber auch ein anderer Bio Apfelessig sein. Man mischt ihn in einem Fläschchen mit Wasser, das Mischungsverhältnis kann variieren, je nach Hauttyp, aber es sollte mindestens 50:50 sein, am besten mehr Wasser als Essig.

Nach der Reinigung des Gesichtes ein Wattepad damit befeuchten und über das Gesicht wischen. Es riecht erstmal ein wenig sehr nach Apfel, der Geruch verfliegt aber nach ein paar Minuten. Erstrecht, wenn ihr euch danach mit dem Kokosöl eincremt!

Ebenfalls ein Produkt, das es in jedem Supermarkt gibt, es wird ewig lange halten, es ist nicht teuer, und reinste Natur. Keine Tierversuche. Tolle Haut.


Tip Nr. 3

Creme:

Nachts seid ihr eigentlich mit dem Kokosöl versorgt, aber dennoch: man möchte sich ja dann und wann auch mal ganz normal aus einem Cremetiegel bedienen, vor allem aber tagsüber. Die besten Produkte seit Jahren, die ich gefunden habe, sind von ANTIPODES.
 
Diese Firma hat noch nie Tierversuche für ihre Produkte veranstaltet und wird es auch niemals tun. Die Zutaten sind organisch und natürlich und bestehen aus so wenig verschiedenen Ingredienzen wie möglich. Alles, was ich bisher von ANTIPODES ausprobiert habe, war großartig für meine Haut.
 
HIER ist die Website. Die Produkte könnt ihr in mehreren Shops erwerben, ich habe meine eigentlich immer über Amazon bestellt.

Sehr empfehlen kann ich DIESE Nachtcreme, die ich benutzte, bevor ich das Kokosöl entdeckte!


Sie riecht durch und durch gesund, natürlich und beruhigend. Sie ist auch für die Haut beruhigend, sehr reichhaltig, pflegend, beugt Entzündungen vor...

Auch die Tagescreme ist toll!


Das letzte, das ich mir vor einigen Wochen gegönnt habe, war DIESES Gesichtsöl, das ich auf meine trockenen Partien im Gesicht einmassiere, die Wangen zum Beispiel oder unter den Augen.
 
Es ist super, super, super! Die Produkte machen einfach nur Spaß, sie sehen gut aus, sie sind natürlich, man könnte sie sogar essen, und das ist es, worum es geht. Nicht irgendetwas ins Gesicht schmieren, dass nur aus chemischen Substanzen besteht. Kann nicht gut sein, sagt einem der gesunde Menschenverstand auch.
 
Leider ist das noch nicht bei meinem Makeup angekommen.... Ich habe noch keinen natürlichen Ersatz für mein geliebtes Make up von Estee Lauder gefunden, so sehr ich auch gesucht habe. Aber was mich nicht hundertprozentig überzeugt, das benutze ich auch nicht.
 
Unsere Tochter macht ja gerade eine Ausbildung zum Makeup Artist in Hamburg, und hat mich natürlich in diesem Zusammenhang auch noch mal upgedatet, was mein Makeup samt Utensilien betrifft. Ich bin jetzt bestens ausgestattet mit Pinseln, Highlighter, Mascara, Lidschatten etc...
 

Hier meine Top 5, was das Make up betrifft:

 
Nicht organisch, nicht bio, Asche über mein Haupt, ich arbeite daran, glaubt es mir, aber ich habe noch nicht wirklich geile Produkte gefunden, die das können, was die hier können:
 
Highlighter:
 
 
 

Der beste des Universums. Touche Eclat von Yves Saint Laurent. Es gibt keinen besseren, er setzt sich nicht in den kleinsten Falten ab, er ist so fein und glänzt und glitzert nicht, er ist einfach der beste.

Lidschatten:

 
 
 
Kat von D Lidschattenpalette, zu bestellen zum Beispiel bei SEPHORA, diese Palette ist der Hit, die Farben lassen sich toll verblenden, krümeln nicht, setzen sich nicht blöd in der Lidfalte ab, sind super zu kombinieren, und vor allem sind sie alle matt. Nicht glitzernd, und das ist wichtig, wenn man wie ich ein verdammtes Schlupflid hat!
 
Ich liebe meine Palette und benutze sie jeden Tag. Sie ist sauteuer, aber die Investition hat sich gelohnt.
 
Pinsel:
 
 
Nachdem wir ja nun einen angehenden Profi in der Familie haben, weiß ich auch gutes Werkzeug zu schätzen. Egal, ob man nun Echthaar oder Synthetikpinsel kauft, sie sollten von guter Qualität sein. Die Tierschützer unter uns werden zu Synthetikpinseln greifen, ich persönlich nehme die von ZOEVA. Sie sind ein Mix aus Echthaar und Kunsthaar und sind einfach genial. Sie haaren nicht, sie fühlen sich toll an und sie lassen sich großartig anwenden.
 
Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst, schließlich esse ich auch Fleisch und trage Schuhe aus Leder, also will ich nicht rumspinnen. Die Pinsel sind super und fertig.
 
 
Pinselreiniger:
 
Wenn man solche feinen Pinsel hat und von Jojo den Kurs erhalten hat, wie man sie anwendet, dann ist das schon mal toll! Und was man hat, muss man pflegen. Das gilt für Freundschaften genauso wie für Pinsel. Man sollte sie regelmäßig reinigen, sonst setzt sich da Zeug hab, das man sich nicht auf die Augen schmieren möchte....
 
Dieses Creme ist genial. Man kann auch Babyshampoo nehmen, aber meine Güte, man kann sich auch was gönnen und diese Reinigungscreme nehmen, denn das ist echt einfacher! Die Pinsel werden wieder reinweiß sauber und sehen aus wie neu!

Einmal im Monat sollte man das mindestens tun!

Gesichtspeeling:


Ja, ja, ja. Ich hab auch einen. Und ich finde ihn genial. Ohne Scheiß, das Ding ist echt super. Es ist eine elektrische Peelingbürste und heißt Clarisonic. Man muss sie nicht jeden Tag benutzen, erstrecht nicht, wenn man so empfindliche und trockene Haut hat wie ich. Aber ein- bis zweimal in der Woche alle Hautschüppchen abrubbeln ist echt cool. Ich habe meinen seit ca. einem Jahr und fahre voll drauf ab. Die Haut ist danach super durchblutet, aufnahmefähiger für die Pflege, und so richtig sauber.
 
 
So, das waren meine Top Five des Jahres.
 
Und ansonsten? Was kann man sonst so tun, um gut auszusehen?
 
Zuerst mal, sich gut finden. Egal ob man dünn ist oder etwas fülliger oder klein oder kurz oder lang oder breit. Man ist nun mal in diesem einen Körper geboren und er trägt einen durch dieses aufregende Leben und allein dafür muss man dankbar sein.
 
Und was man liebt, muss man pflegen. Deshalb ist IMMER auf der Couch sitzen und Chips fressen auch eher suboptimal. Kannste so machen. Is dann halt kacke.
 
Aber das wisst ihr alles selbst!
 
Ich habe die letzten Wochen nicht auf mich geachtet, nun bin ich mal richtig krank geworden. Mein Körper hat mir gezeigt, dass er am Limit ist und Beachtung braucht.
 
Also: gutes, nicht großartig verarbeitetes Essen, Bewegung, Sport, viel Vitamine, gute Fette, viel Schlaf und am besten noch guten Sex, und dann wird das schon wieder....
 
In diesem Sinne, passt auf euch auf und macht es euch schön und hegt und pflegt euch, damit ihr zur Not mal jemand anderen hegen und pflegen könnt, wenn es nötig ist.
 
Und morgen gibt's meine Favoriten des Jahres im Bereich FILM und BUCH und WEB. Bis dann.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachten eben...

Dass ich so lange nicht hier geschrieben habe, ist dem Umstand geschuldet, dass ich keine Zeit hatte. Jedenfalls keine Zeit zum Schreiben. Hier war so viel Leben los, dass das Schreiben hinten runter fiel.
 
Irgendwann erzähl ich das mal, aber nicht heute.
 
Heute möchte ich euch einfach nur ein schönes Weihnachtsfest wünschen!
 
Weihnachten ist für mich immer das schönste Fest gewesen, schon als Kind. Schon die Adventszeit war toll! Ich kann mich nicht erinnern, dass es mal NICHT toll war. All meine Erinnerungen daran sind warm, sind liebevoll, sind fröhlich und friedlich. Ich danke meiner Mama noch heute dafür, dass sie solche Erinnerungen für mich geschaffen hat, denn sie hat auch schon immer viel gearbeitet. Und hat es trotzdem hinbekommen.
 
Wir haben gebacken, gebastelt, Musik gehört und für unser Mutter-Tochter-Blockflöten-Konzert geübt. Mein liebstes Lied war "Süßer die Glocken nie klingen." Bevor wir nicht unser kleines Heimkonzert gegeben hatten, gab es auch keine Bescherung.
 
Danach wurde gegessen, die neuen Sachen ausprobiert, gespielt, Mandarinen geschält und Nüsse geknackt, alle hatten ihre gemütlichen dicken Socken an und lümmelten auf dem Sofa herum....
 
Heute ist alles viel stylischer. Die Geschenke haben eine eigene CI, die Tischdeko hat man sich vorher bei Pinterest angeschaut, der perfekte Weihnachtsmusik-USB Stick ist angeschlossen, der Kamin knistert in echt oder auf dem Bildschirm, das Menü ist BIO und der Nachtisch ist raffiniert.
 
Dabei ist das alles gar nicht wichtig.
 
Es sind für mich die Kleinigkeiten, die mich glücklich machen, nicht das große Ganze.
 
Im Moment ist meine Schwester (Halbschwester um genau zu sein, aber fühlt sich an wie eine ganze Schwester) bei uns, weil sie wegen einer Übergangswohnung (sie bauen ein Haus) keine Küche für ihre Weihnachtsbäckerei hat. Sie backt drei Tage lang bei uns. Das finde ich schön. Abends koche ich was Schönes und wir essen zusammen und können quatschen. Ist eine Kleinigkeit, die ich genieße.
 
 
 


 
Dass ich heuer nicht im Krankenhaus bin wie letztes Jahr. Das genieße ich.
 
Dass unsere Kleine aus Hamburg zu Besuch gekommen ist und bis Anfang Januar bleibt.
 
Dass mein Opa noch mit uns feiern kann, er ist 91.
 
Das alles ist wichtig.
 
So wünsche ich allen, die hier lesen (und auch allen anderen, aber die werden es nicht erfahren...) ein feines Weihnachten. Eins, bei dem nicht vergessen wird, worum´s geht. Um die Liebe nämlich.
 
Feiert schön!
 

Dienstag, 29. September 2015

Two days left....

...bis unsere Kleine auszieht....!

Übermorgen früh geht es für Johanna nach Hamburg, erstmal für ein Jahr. Sie macht dort eine Ausbildung zum Make-up-Artist. Sie wird mit einer Mitschülerin in einer 2-er WG wohnen und ihren eigenen Haushalt führen. In den letzten Tagen wurde hier ausgemistet, Geschirr und Küchenkram zusammen gesammelt, eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet (auf der sie ebenfalls noch einmal Wohnungszubehör geschenkt bekommen hat), und Kartons gepackt.
 
Nun ist es bald so weit und Jojo ist auch froh, wenn es endlich los geht. Genauso wie ich mag sie es nämlich überhaupt nicht, weg zu fahren. Weg SEIN ist nicht so das Problem, aber dieses Sachen packen, sich von jemandem zu verabschieden und sich auf den Weg machen, ist generell nicht so unser Ding.
 
Ich mag das nicht mal dann, wenn es in den Urlaub geht! Am Tag vor der Abreise möchte ich am liebsten noch alles absagen und einfach ganz normal zum einkaufen gehen, was schönes kochen und abends auf dem Sofa einschlafen. Ich hab KEINE Ahnung, warum ich da so einen Hau-mich hab. Und anscheinend an Johanna vererbt hab. Bin ich nicht stolz drauf....
 
Sobald ich dann woanders BIN, wie neulich in London, genieße ich jede Sekunde! Ich LIIIIIEBE es, woanders zu SEIN. All dieses neue, unbekannte, aufregende einer anderen Stadt oder einem anderen Land finde ich ganz großartig, wenn ich da erst BIN. Nur das vorher finde ich kacke.
 
Tja. Aber da müssen wir nun jetzt durch. Ich bin ja eine Meisterin der Verdrängung und schaffte es die letzten Tage ganz großartig, einfach überhaupt nicht an den Abschied zu denken, sondern lediglich die große Logistikerin zu spielen. Klappte ganz gut, dachte ich. Mein Körper sieht das anders und macht mir mit solchen Dingen wie ständigen Klo-Gängen, einer kleinen roten Stress-Stelle am Auge und schlaflosen Nächten schonungslos klar: "Mutti, sach Tschüss. Sach Tschüss und komm klar."
 
Tu ich ja auch! Ich find´s super, dass Jojo so was Tolles macht, etwas, was ihr Spaß macht. Ich find´s genial, dass sie in der selben Stadt wie ihr großer Bruder wohnen kann. Ich freu mich auf alles, was da kommt, auf ihre ersten Berichte, wie es so läuft, auf ihre Eindrücke und Begegnungen, auf ihre Besuche und unsere Besuche, auf ihre Wohnung, auf ihre Erfolge und Prüfungen....
 
Es ist alles gut.
 
Im Grunde ist es ja immer so, wenn man Kinder hat. Man weiß, dass man nur einen begrenzten Zeitraum hat, in dem man sie intensiv begleiten kann. Man hat nur diese paar Jahre, in denen man ihnen im besten Fall einen Großteil dessen vermittelt, was wichtig ist im Leben. Mir war nie wichtig, dass unsere Kinder erfolgreich in der Schule sind, dass sie einen bestimmten Notendurchschnitt haben, dass sie ein Instrument lernen oder in einem Verein sind. Das ist auch alles nett und gut und sicherlich auch sinnvoll. Aber irgendwie ist das alles bei mir hinten runtergefallen und manchmal auch gründlich schief gelaufen. Aber ich wollte einfach immer nur, dass sie glücklich sind. Dass sie empathische Menschen werden, liebevoll, sich nicht verbiegen für nichts und niemanden. Dass sie jedes Lebewesen respektvoll behandeln. Dass sie immer sagen können, was ihnen nicht passt. Dass sie immer mit mir reden können.
 
Ich war nie wirklich streng, nie lange böse, hatte nie großartige Prinzipien außer die vorgenannten, bei uns liefen manche Dinge auch mal durcheinander, wir hatten gute und schlechte Phasen miteinander. Ich hab vieles falsch gemacht und würde manches heute anders tun. Aber eines hab ich immer getan, nämlich sie von Herzen geliebt. Jeden Moment genossen, vor allem die guten.
 
Die kleine Hand in meiner Hand. Den Kindergeruch. Das grenzenlose Vertrauen. All die Stunden, in denen wir spielten, kuschelten, lachten, bastelten, schwimmen waren.
 
Nun gibt es neue Momente. Die sind anders, aber genauso schön. Es gibt Umzüge, Hochzeiten, Prüfungen, es gibt Geldnöte und Krisen, und ich genieße immer noch jeden einzelnen Moment davon. Jeden. Ich genieße es, zu sehen, wie liebevoll unser Sohn mit seiner Frau umgeht. Ich genieße es zu sehen, wie Johanna sich jetzt schon darauf freut, in ihrer Wohnung Besuch zu empfangen und sich bei IKEA ihre liebsten Möbel zusammenstellt. Sie haben noch so viel Leben vor sich und so viel aufregendes.
 
OMG, bin ich froh, dass wir Kinder haben! Das Leben wäre ja so scheiße langweilig ohne!!
 
Falls eure Kinder noch klein sind: genießt jede einzelne Minute mit ihnen. Das kommt NIE wieder. Ihr werdet leider irgendwann nicht mehr an ihren kleinen süßen Hälsen riechen können und irgendwann werdet ihr auch nicht mehr unter ihre Decke schlüpfen am Morgen und euch von zwei knuddeligen Armen umschlingen lassen. Jedenfalls macht das irgendwann einen komischen Eindruck....
 
Und wenn sie schon groß sind, so wie unsere und weg flattern: ist genauso super! Endlich hat man sturmfreie Bude! Kein Kind steht auf einmal im Schlafzimmer, weil es die Bettdecke voll gekotzt hat und Elternabende mit sehr sehr strengen Lehrern braucht ihr auch nicht mehr zu absolvieren. Check! Habt ihr alles erfolgreich hinter euch gebracht. Nun geht es endlich billig in den Nachsaison Urlaub und Sex auf dem Küchentisch ist auch wieder zu jeder Tageszeit drin.
 
So, das braucht ich jetzt noch zum Schluss. Erst ein bisschen Tränendrüse und dann aber auch noch mal ein bisschen Realität.
 
Dazu passt: wir spielten am Samstag "Tabu" und unsere Schwiegertochter soll einen Begriff erklären (ich weiß jetzt gar nicht mehr, welchen) und umschreibt ihn: "Kinder sind.....???" und meine Schwiegermutter sagt wie aus der Pistole geschossen: "Lästig!!!"
 
Na bitte.

Freitag, 28. August 2015

Ich bin dann mal weg....

Hallihallo.

Übermorgen ist Urlaub!

Der gut informierte Leser weiß ja schon, dass wir uns einen uralten Wohnwagen zugelegt haben, einen dicken Fendt mit Wasserschaden. Okay, das mit dem Wasserschaden haben wir erst später festgestellt, dann war aber auch schon alles zu spät und wir mussten ihn ganz auseinandernehmen und neu zusammenbauen.
 
Es ist eine Sau-Arbeit gewesen. Wir haben gefühlte hundert Einzelteile abgebaut, geschliffen, lackiert, wir haben gefühlte 1000 Tackernadeln verbraucht für die Polster, wir haben gefühlte 300 Stunden investiert und noch viel mehr Geld! Aber schaut selbst, wie er mal aussah und was wir daraus gemacht haben:
 

Entzückend, oder? Es gibt zugegebenermaßen noch schlimmere Innenleben, aber ich steh halt überhaupt nicht auf verholzte Einrichtungen.


Hier noch mal vorher:


Die Schlafecke. Eingezäunt von einem Schrank und der Nasszelle. Kann man machen. Muss man aber nicht. Wir haben die Nasszelle kurzerhand rausgerissen. Brauchen wir nicht. Wir brauchen Platz und Luft und Raum für uns und unseren 40 Kilo Hund.
 

Hier die Küche vorher:


Und hier jetzt:


Und hier von außen vorher:


Damit hätte ich auch gut leben können. Aber da hatte uns schon der Virus gepackt und es sollte alles perfekt sein!

So schaut er jetzt aus:











Ja, und mit genau diesem tollen renovierten kuscheligen großartigen Wohnwagen fahren wir
übermorgen NICHT in den Urlaub!

Jawohl.

Wir sind ja nun noch absolute Frischlinge beim Campen. Und wir haben uns für unsere erste Tour einen Riesenritt nach Skagen vorgenommen. Jetzt ist es erstens in Skagen in der nächsten Woche absolut Shit-wetterig und zweitens haben wir einfach keinen Bock auf Stress.

Leider sind wir so urlaubsreif und gehen beide dermaßen auf dem Zahnfleisch, dass wir uns einfach nur ins Auto setzen wollen, fahren, ankommen, ausladen, aufs Sofa oder Bett fallen und erstmal zwei Tage nicht mehr aufstehen. Wir wollen kein Vorzelt mehr aufbauen in Sturm und Regen, wir wollen nicht mit nassen Klamotten und nassem Hund im Wohnwagen hocken und wir wollen auch nicht eine Woche Regen haben.

Also haben wir umdisponiert, lassen unser feines Schätzchen noch einmal stehen und fahren nach Mecklenburg-Vorpommern, ans Stettiner Haff, ganz nach Heringsdorf, Zinnowitz und wie es alles da oben heißt. Wir haben eine tolle Unterkunft gefunden und freuen uns soooo sehr!!




Eine Woche lang nur Meer, Sand, Strand, gutes Essen, lange schlafen, viel lesen, träumen...

Hier ist die Website, falls es jemanden interessiert, die Häuschen sind wirklich alle wunderschön stilvoll, und die Region ist ein Traum!

Ostseeferienhaus

Und sonst so?

Unsere Tochter zieht in vier Wochen nach Hamburg und macht dort eine Ausbildung. Uff. Heftig.

Deshalb fliegen Jojo und ich am 13.09. noch mal für eine Woche nach London. Wir haben wieder mal ein tolles Appartment über airbnb gefunden. Dort machen wir uns eine schöne Mutter-Tochter-Woche und schauen uns all das an, was wir beim letzten Mal nicht geschafft haben!


Aber schön eins nach dem anderen...

In dem Sinne: ich wünsche euch allen ein traumhaftes Wochenende. Macht was draus!


Mittwoch, 29. Juli 2015

Briefe versenden

Nur mal so´n ganz kurzer Gedankenausflug:
 
wieso klebt man eine Briefmarke auf einen Brief?
 
Damit die Post den Brief von A wie "Absender" zu B wie "bestens gelaunter Empfänger" transportiert, oder? Ich mein, vielleicht habe ich da irgendwo in dieser äußerst komplexen Verkettung einen ganz simplen dummen Gedankenfehler....? Kann das sein?
 
Denn es ist ja offensichtlich in der Realität so: ich möchte, dass ein Brief auch sicher seinen Empfänger erreicht. Im Grunde möchte man das ja von jedem Brief, den man versendet, ich gehe einfach mal davon aus, dass NIEMAND auf dieser Welt einen Brief einwirft, von dem er behauptet: "Ach, drauf geschissen! Ich versuch mein Glück, vielleicht kommt er an, und falls nicht, EGAL, dann schreib ich halt noch mal!"
 
ABER: Das kostet extra! Extra Geld. Wenn ich möchte, dass die Post meinen Brief GANZ SICHER versendet, bzw. dass mein Brief ganz sicher seinen Empfänger erreicht, muss ich dafür extra zahlen.
 
Es ist also so, dass mit einem Brief, der ganz vorschriftsmäßig mit Absender und Empfänger ausgeschrieben ist und mit einer Briefmarke versehen ist, folgendes passieren kann:
 
- er kommt NICHT auf jeden Fall an
- er kann verloren gehen
- aus dem Fenster fallen
- aus dem Transporter wehen
- in einer Pfütze landen und vom Rad überfahren werden
 
WHATEVER: es kann sein, dass er nicht ankommt. Fertig aus. Ich habe eine Adresse drauf geschrieben, ich habe einen Absender draufgeschrieben, ich habe ihn frankiert.
 
Reicht nicht.
 
Ich habe überlegt, ob das eine Vorgehensweise ist, die wir auch auf unser Geschäft übertragen könnten. Wir bieten einen Reifenwechsel an, der Kunde kommt und bringt sein Auto.
 
Kunde:"Moinsen, hier ist mein Schlüssel, ich komme dann nachher wieder. Bis denn dann!"
 
Werkstattmeister:" MO-MENT!!! Wie möchten Sie denn die Räder festgeschraubt bekommen?"
 
Kunde (fragt sich, ob der Meister irgendwie vakuumverpackt ist...):"Na, ähh, wie immer....also... wie immer?"
 
Meister:" Wir können Ihnen seit heute Alternativen anbieten! Sollen wir die Räder absolut verkehrssicher befestigen, dann kostet es 10 Euro Aufpreis. Dann sind sie aber auch ganz wirklich sehr fest dran! Ansonsten kann es passieren, und dafür haben Sie sicherlich Verständnis, dass die Räder zwar fest sind, aber nicht soooo fest, also so halbfest vielleicht. Das würde dann unser Lehrling machen, der übt noch. Ansonsten: 10 Euro extra."
 
GENIAL, oder?
 
Alle, die an ihrem Leben hängen, würden den Aufpreis zahlen!! Genauso wie ich den Aufpreis zahlen muss, wenn ich will, dass mein Brief auch wirklich ankommt und eben nicht aus dem Fenster der Sortierstation weht....
 
Ihr ahnt es. Ich habe den fatalen Fehler gemacht, ich DUMMIE, ich Unwissende, ich KRETIN, dass ich äußerst vertrauliche Unterlagen versendet habe, die jetzt IRGENDWO gelandet sind, jedoch nicht dort, wo sie landen sollten.
 
Macht man ja auch nicht. Weiß man doch.
 
Will zufällig jemand zum Reifenwechsel kommen?

Montag, 20. Juli 2015

Bücher!!

Mensch, ich hab vor genau zwei Monaten zuletzt geschrieben! Geht gar nicht! Und dann jetzt noch so was, so was LANG-WEI-LI-GES wie Bücherrezensionen..!! Hallo??
 
Egal.
 
Bücher gehören zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen. Ich bin zutiefst betrübt, dass ich momentan kein Buch habe, das mich einnimmt, auf das ich mich tagsüber schon freuen kann, das mich ins Bett begleitet, auch an Sonntagnachmittagen und in das ich eintauchen kann. Aber ich hab ein paar genau solcher Bücher gelesen in letzter Zeit!
 
Und ich verspreche, dass das allesamt Bücher sind, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Und meine RIESENBITTE ist folgende: habt ihr auch einen solchen Buchtip für mich, einen echten heißen Buchtip? Muss auch kein aktuelles Buch sein, kann auch schon Jahre alt sein, Hauptsache, es ist ein echt HEISSER Tip.
 
Und hier sind meine:
 
 
Erstmal hat mich der Titel lange Zeit abgeschreckt, weil ich dachte, es geht um einen HASEN. Wegen Rabbit. Aber das ist nicht der Fall. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Krankheit, Verlust, und alles ist eingepackt in eine unglaublich zu Herzen gehende Story. Sie handelt von Rabbit, einer Frau in den Vierzigern, die von ihrer Mutter ins Hospiz um Sterben gebracht wird. Sie ist unheilbar krank und man weiß zu Beginn des Buches also schon, dass es hier tatsächlich um ihre letzten Tage geht. Was dann folgt, ist eine Rückschau auf Rabbits ausgefülltes und glückliches Leben und anschließend ihre Verabschiedung von ihrer Familie.
 
Es bleibt kein Auge trocken. Man weint und weint. Und lacht auch. Und ist einfach nur glücklich, für die Zeit der Lektüre an diesem wunderbaren Leben und Sterben teilgenommen zu haben.
 
 
 
"Girl on the Train": Dieses Buch ist ganz das Gegenteil davon. Es handelt von der alkoholkranken Rachel, die jeden Tag in einem Pendlerzug nach London sitzt und vorgibt, noch einen Job zu haben, um vor ihrer Vermieterin nicht als Vollversagerin dazustehen. Sie ist unglücklich, abgewrackt und ziemlich durch mit der Bereifung. An der immer gleichen Haltestation hat sie den immer gleichen Blick auf ein Haus, in dem ein scheinbar glückliches Pärchen wohnt. Bis sie eines Morgens etwas sieht, dass nicht in das glückliche Bild passt. Und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter dieser glücklichen Fassade.
 
Das Buch ist spannend, gnadenlos ehrlich, mit einer sehr ungewöhnlichen Hauptfigur. Der Schreibstil ist großartig ungeschnörkelt, man verschlingt es in einem Haps. Und schon ist es vorbei!
 
 
"Als ich dich fand": Ja, zugegeben ist das Cover echt trashig! Hat aber nix mit dem Inhalt zu tun! Es ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.
 
Nathan, ein Mann im fortgeschrittenen Alter und unglücklich verheiratet, findet eines Morgens auf einem Jagdausflug ein Baby. Im Wald. Es wurde dort zum Sterben ausgesetzt. Er bringt es ins Krankenhaus und von dort an beginnt die Geschichte der beiden Hauptfiguren, die sich über eine Spanne von sicher 40 Jahren zieht.
 
Das Buch handelt von Vertrauen, von Loyalität, von dem Leben, wie es eben ist. Dinge geraten außer Kontrolle, gehen mächtig schief, das Schicksal schlägt zu. Das Leben ist eben kein gerader Weg.
 
Es passiert so unglaublich viel in diesem Buch, und ich möchte NIX davon erzählen, denn ihr müsst es selbst lesen. Ein schöneres Buch über das Leben und über Verantwortung habe ich allerdings in der Tat noch nicht gelesen. Ich war echt traurig, als es rum war.
 
 
 
"Die andere Seite des Glücks": Dieses Buch ist der perfekte Sommer Roman! Den man auch auf einer Liege lesen kann. Denn er ist einfach herzallerliebst. Dabei aber zum Glück nicht trashig!
 
Die Hauptfigur Ella ist glücklich in einer Beziehung mit Joe und hat auch seine beiden Kinder aus erster Ehe ins Herz geschlossen. Alles ist perfekt, bis Joe bei einem Unfall im Meer ums Leben kommt. Ella muss nun für seine Kinder da sein, ihren eigenen Laden aufbauen, mit Schwiegereltern umgehen, die ihr nicht wohlgesonnen sind, und auch noch feststellen, dass Joes angeblich unglückliche erste Ehe gar nicht so unglücklich war.
 
Ihre eigene Trauer, aber auch ihr Lebenswille, ihr Ehrgeiz und Mut machen sie zu einer liebenswerten Hauptfigur, mit der man sich vom ersten Moment an identifizieren kann. Ein Herzensbuch, weit weit weg von Kitsch und den üblichen leichten Romanen! Unbedingt lesen!
 
Und sonst so?
 
Wir haben uns einen alten Wohnwagen gekauft, den wir gerade aufbereiten, renovieren, lackieren und umgestalten. Wenn er fertig ist, gibt's einen großen Blogpost dazu! Und demnächst auch wieder mehr auf diesem Kanal.....
 
Habt bis dahin eine gute Zeit! Und die Buchtips für mich nicht vergessen bitte!!
 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Selbst schuld

"Haste selber Pech", würde unsere Tochter jetzt sagen. "Selber Pech" ist ein Ausdruck aus ihrer Kindheit, da bekommt man ja noch Redewendungen durcheinander. Und Wörter. Und erfindet nebenbei neue Gerichte wie "Pfannpuffer".
 
Aber darum geht´s hier gar nicht. Es geht um SELBST SCHULD.
 
Aufgrund der bundesweiten Streikaktionen der Kitas, der Lokführer, der Piloten, der Post und was weiß ich noch wird man ja ab und an mal nachdenklich. Ich hab zu wenig Plan davon, was genau das Ziel des Streiks ist, ich hab keine Ahnung von Tariflöhnen der Lokführer, ich kann nicht beurteilen, ob eine Erzieherin zu wenig verdient oder nicht. Daher halte ich mich bei Diskussionen darüber auch fein raus, denn ich red nicht gerne von Dingen, von denen ich keinen Schimmer hab. Kannste dich nur blamieren.
 
Mir geht´s um was anderes. Um SELBST SCHULD. Das biste nämlich, wenn du selbstständig bist.
 
Wir sind ja selbstständig. Für die, die es noch nicht wissen. Wir haben vor 15 Jahren ein Autohaus gekauft.
 
Und es ist vollkommen egal, was es ist, worüber man sich ab und zu mal ausheult, so wie es jeder mal tut in seinem Beruf, egal, was einem auf dem Herzen liegt, egal, ob einem ein Herr Dudenhöfer das Leben schwer macht, wenn er von Rabatten faselt, egal: wir sind selbst schuld. Wir haben uns das ja AUSGESUCHT. Wir hätten ja einfach nicht selbstständig zu werden brauchen. So einfach ist das. Wir sollen gefälligst froh sein, wenn wir den monatlichen Blumenstrauß von der Steuer absetzen können und sollen aufhören RUM ZU JAMMERN!
 
Gesetzt den Fall, es gibt niemanden mehr, der sich selbstständig machen will. Niemanden, der das Risiko eingeht, mächtig auf die Schnauze zu fallen. Der die Verantwortung für Angestellte übernimmt. Und einen Haufen Schulden auf sich nimmt. Dann sitzen wir alle richtig in der Scheiße. Punkt.
 
Ganz ehrlich geht mir dieser Spruch "Ja, aber das habt ihr euch doch selber ausgesucht....!" ganz mächtig auf den Keks. Und noch ehrlicher: hat ein Lokführer doch auch. Oder ein Postbote. Das ist ja nun mal ´ne Tatsache. Oder hat bei dem  jemand geklingelt, ihm einen Sack über den Kopf gestülpt, ihn in einen Transporter geworfen, ihn an der nächsten Poststelle rausgelassen, ihm ein Postbotendress angetackert und ihn mit erhobener Waffe gezwungen, von nun an Post auszutragen?
 
Wohl nicht.
 
Mag sein, dass er der Meinung ist, sein Gehalt und seine Wochenarbeitsstunden sind ungerecht. Das kann ich nicht beurteilen. Aber seinen BERUF wird er sich wohl selbst ausgesucht haben. Vielleicht hat er nicht absehen können, WIE VIEL Arbeit das ist. WIE VIELE Überstunden er machen muss. WIE selten er seine Kinder sieht. Und WIE oft er weder auf Elternabenden noch auf Schulaufführungen dabei sein wird.
 
Mag sein.
 
War uns vor 15 Jahren auch nicht klar. Uns war nicht klar, wie viele schlaflose Nächte wir haben würden. Wie sehr sich der Markt für Autos verändern wird. Wie sehr wir unter der Wirtschaft, dem Hersteller, den Banken, dem Finanzamt oder auch einem Tsunami zu kämpfen haben. Wie oft wir die einzigen Eltern waren, die mal wieder keinen Plan hatten von dem, was in der Schule abgeht.
 
Im Jahr der Abwrackprämie hatten wir soviel Arbeit, dass es schlicht gar keine Freizeit gab. Wir haben am Tag 12 Stunden und mehr gearbeitet und jedes Wochenende noch die Abwrackanträge geschrieben. Und als unsere Tochter einmal weinend ankam und schluchzte "ich hab Heimweh nach euch", obwohl wir ja quasi an der Firma wohnen, da hat mir das auch das Herz gebrochen. So wie es jeder Mutter gehen würde, die arbeiten muss und das Gefühl hat, das Kind kommt dabei zu kurz. Da ist es egal, ob man selbstständig ist oder angestellt.
 
Haben wir uns das so ausgesucht?
 
Sagt das doch auch dem Lokführer. Oder am besten: sagt es keinem von beiden. 
 
Aber wieso haut man solche Sprüche immer nur den Selbstständigen um die Ohren?
 
Ist mir halt so aufgefallen. In den letzten Wochen. Vielleicht auch, weil wir momentan sooo viel Arbeit haben (Achtung, Standardspruch: "Seid doch froh!!!"), dass wir ganz irre werden. Es ist in der Tat so viel, dass man es eigentlich nicht schaffen kann, dann Dinge vergisst und nachts aufwacht, weil sie einem einfallen. Und dass man geplante freie Tage nicht antreten kann, weil es einfach nicht geht. Fertig. Da kommt man schon mal ins Grübeln, wenn man von einer 35-Stunden Woche hört....
 
Keine Frage, wir sind gerne selbstständig. Jedenfalls meistens.  Die Selbstständigkeit HABEN wir uns ausgesucht, ja. Wir wussten nicht, worauf wir uns eingelassen haben und haben unser Lehrgeld bezahlt. Wir wissen die Vorteile zu schätzen und offensichtlich überwiegen sie für uns.
 
Nur eine Bitte: den Spruch "Das habt ihr euch doch selbst ausgesucht", den darf man ruhig noch mal überdenken, bevor man ihn loslässt. Nur so´n Tip. Kommt ganz gut an, wenn man kurz vorher nachdenkt.
 
Denn jedem müsste klar sein, dass auch ein Selbstständiger sich fehlende Familienzeit nicht absichtlich ausgesucht hat. Und Kinder, die einen vermissen. Und schlaflose Nächte. Das überrollt uns genauso wie es einen Lokführer überrollt, der seine Überstunden nicht los wird, weil zu wenig Personal da ist. Da gibt es keinen Unterschied. Zu viel Arbeit ist zu viel Arbeit. Und zu wenig Geld dafür ist zu wenig Geld dafür. Ob angestellt oder selbstständig.
 
Und das hat sich KEINER ausgesucht.
 
So.
 
Das musste mal raus. Mir ist klar, dass ich damit eventuell manchen auf den Schlips trete. Und ich weiß auch, dass das eventuell falsch ankommen kann, weil wir ja nun mal ein Autohaus haben. Aber ich sag euch mal was, und das betrifft im Grunde alles, was ich hier schon gepostet habe, in meinem eigenen Blog: ich bin mal in erster Linie nicht Autohaus-Chefin, sondern ein Mensch. Deshalb darf ich auch von Brustoperationen schreiben und von Eheproblemen. Und von schönen Momenten und großartigen Erlebnissen. Darf meine Kunden ins Herz schließen. Bammel haben vor großen Veranstaltungen. Enttäuscht sein, wenn mich jemand vor den Kopf stößt.
 
So verkauf ich Autos und so schreib ich auch. 
 
 

Montag, 4. Mai 2015

Unterwegs. Mit Allergie.

Ich war am letzten Wochenende in Augsburg! Ich war mal wieder Hunde-Ausbildungs-technisch unterwegs, und da ich nicht so lange alleine Autofahren wollte, bin ich geflogen. Ohne Hund, versteht sich.

Ich muss dazu sagen: ich bin einfach nicht so gerne von zu Hause weg. Allein. Mein Mann hat mich am Flughafen abgesetzt und von dem Zeitpunkt an fühl ich mich immer wie der einsamste Mensch auf Erden. Geht das IRGENDJEMANDEM auch so?

Mir fehlt irgendwie dieses Gen "Juhu, endlich weg, Abenteuer und neue Welten entdecken!!".

Hab ich nicht.

Ich hocke dann also am Flughafen rum, da war Totentanz am 1. Mai, denn außer mir ist ja keiner so bekloppt. Die Putzkolonne zieht an einem vorbei, und die Brezenverkäufer daddeln am Handy rum.

Im Flieger war es ähnlich. Ich hatte eine Sitzreihe für mich und auch vor mir und hinter mir saß NIEMAND. Ein Geisterflieger!!

Im Hotel in Augsburg angekommen, nachdem ich einen süßen kleinen Leihwagen abgeholt hatte und im strömenden Regen eine Stunde vom Münchener Flughafen unterwegs war, wollte ich eigentlich nur noch was essen. Und DAS ist ja bei mir mit meiner völlig abgef..... Allergie schwerer als sich für einen Weltraumflug anzumelden.

Ich orderte eine Käseplatte aufs Zimmer. Brot hatte ich ja im Koffer mitgenommen.

"Ja, guten Abend, ich hätte gerne die Käseplatte aufs Zimmer. Sie brauchen kein Brot dazu zu tun, ich kann kein normales Brot essen, aber bitte legen Sie mir doch ein scharfes Messer mit dazu und etwas Butter, dann kann ich mein mitgebrachtes Brot selbst schneiden. Es ist wichtig, dass es kein Buttermesser ist, sondern ein scharfes."

Die Erklärung ist jetzt nicht SOOOOO schwer, ich meine, es ist alles enthalten, was ein Satz so braucht: Subjekt (Sie, also der Roomservice), Prädikat (mitbringen, dazulegen), Objekt (scharfes Messer).

Es kam eine Käseplatte mit Brot, ohne Butter und mit Buttermesser. Is klar. Ich kenne das. Es macht viel Freude, sein frischgebackenes Brot mit einem Buttermesser zu schneiden.

Auf dem Hundeplatz gab es die nächsten zwei Tage Bratwurst, Fleisch und diverse Salate mit Brötchen.

Am Samstagabend hatte ich nur noch Hunger. Wieder im Hotel. Nächster Akt.

Ich hatte einen heiß begehrten Tisch ergattert. Es macht auch viel Freude, ALLEIN an einem Tisch zu sitzen. Inmitten von Pärchen, die sich über die Tischplatte hinweg oder auch darunter Händchen und andere Dinge hielten.

Auftritt Kellnerin:

"Guten Abend, was kann ich Ihnen bringen?"

"Ich hätte gerne das Zanderfilet mit dem Rahmsauerkraut, aber statt der Schupfnudeln bitte Kartoffeln. Und könnten Sie für mich bitte in der Küche herausfinden, ob irgendwelche Geschmacksverstärker im Essen sind? Es ist SEHR WICHTIG, dass nix mit Getreide oder Geschmacksverstärker im Essen ist, sonst können Sie heute noch den NOTARZT für mich holen."

Ich mache es jetzt immer extra dramatisch. Anders versteht mich immer keiner.

"Ja, dann machen wir also.... also... keine Nudeln... ist ja Getreide. Dann also Kartoffeln?"

"Ja, das wäre ganz reizend. Salzkartoffeln wären toll!!"

Ich mache es jetzt auch immer superfreundlich. Ich bin eh schon der größte Alptraum der Kellner, ich muss es durch ganz viel Lächeln und tausend Dankeschöns wieder gut machen.

"Gehen auch Bratkartoffeln?"

Ich: "Salzkartoffeln wären toll!!!" (Breites Lächeln mit ganz viel Augenaufschlag)

Nützt nix bei Mrs. Supertrocken.

"Müssen wir gucken. Glaube, wir haben nur Bratkartoffeln."

"Okay, das ist auch okay. Hauptsache, es ist nix mit Getreide oder Geschmacksverstärker dabei..."

Ich muss es auch immer WIEDERHOLEN. Lernt man ja schon in der Schule, durch Wiederholungen prägt man sich Dinge ein. Ich will auf Nummer Sicher gehen, dass sie die Information auf dem Weg vom Tisch in die Küche auch behält.

Generell bin ich aber froh, wenn ich überhaupt irgendwo ´ne warme Mahlzeit zusammenkriege. Ist nicht überall möglich....

Mein Getränk kommt. Und dazu ein Korb mit frischem Weißbrot.

?????

Gestern hat mein Mann mich wieder vom Flughafen abgeholt, zusammen mit Balu (unserem Hund). Als er mich durch die Glasscheibe von der Gepäckausgabe gesehen hatte, ist er schon vor Freude ausgeflippt. Also, der HUND. Mein Mann ist da nicht ganz so emotional.

Was für ein Glück, von einem Hund abgeholt zu werden! Einer, der tut, als wäre man ewig weg gewesen und dabei noch dem Tod von der Schippe gesprungen. So freut sich ein Hund. Höchstes Glück!

Höchstes Glück, sich kurz vor Mitternacht in der eigenen Küche noch ´ne Stulle abzuschneiden und dick mit Schinken zu belegen. Und noch eine mit Käse. Und ein Stück Käse für Balu. Und noch eine Stulle mit Schinken. Und ein Stück Schinken für Balu.

Und dann nicht alleine ins Bett zu müssen, sondern ins vom Ehemann vorgewärmte Bett krabbeln zu dürfen, auf meine weiche Matratze, mit Abendbrot im Bauch.

Höchstes Glück.

Weißte aber manchmal erst zu schätzen, wennde weg warst.

Mittwoch, 25. März 2015

Das hilft nach einer Brustoperation. Ganz wirklich.

Mensch, ist das eeeeewig her, seitdem ich das letzte Mal schrieb! Ich kann ja gar nicht alles aufschreiben, was seitdem passiert ist. Deshalb habe ich mir für meinen heutigen Post einfach ein Thema überlegt, und das ist ganz speziell für diejenigen, die das gleiche mitgemacht haben wie ich.
 
Durch meinen langen Heilungsprozess, und die damit verbundenen Probleme, war ich immer viel im Internet unterwegs, habe in Foren und auf Blogs gestöbert und nach jedem Strohhalm gegriffen, wenn ich mal gelesen habe, was anderen geholfen hat. Ich wäre unheimlich dankbar gewesen, wenn ich mal konkret irgendwo gelesen hätte, was wirklich wirklich hilfreich ist.
 
Da ich weiß, dass mein Blog durch das Thema "Brustoperation" auch öfter mal von ebensolchen Lesern / Stöberern gefunden wird, denke ich, es ist eine gute Sache, wenn ich mal aufliste, was genau nun bei mir zum Erfolg geführt hat.
 
Also können alle die jetzt wegdrücken, die einen lustigen Alltagspost erwartet haben. Is heute nich dran. Heute gibt´s einen Mutter-Teresa-hilf-mir-Post.
 
Zum Einstieg: ich bin ja vor knapp 6 Wochen noch mal aufgeschnitten worden, nachdem meine Narbe von November nicht zuheilen wollte. Inzwischen bin ich voll und ganz heile. Ich hab mein Leben wieder! Ich mache wieder Sport, darf alles wieder tun, was ich vorher auch getan habe und bin darüber so dermaßen glücklich, dass ich jedes mal einen Herzsprung mache, wenn ich daran denke.
 

Was mir geholfen hat:

 
Mein Problem am Anfang gleich nach der Brustoperation (beidseitige Entfernung von Brustgewebe und Einbringen von Inlays á 310 ml) war die Schwellung. O Mann, es sieht zwar Hammer aus, ist aber völlig unlustig! Das Gebot der Stunde lautet also: Schwellung abbauen. Denn eine Schwellung ist eine Ansammlung von Wundwasser und wenn man viel Wundwasser im Gewebe hat, behindert das die Zellen beim Zusammenheilen. Also raus damit.
 

Ibuprofen:

ich habe am Anfang dreimal am Tag 800 mg genommen. Dazu muss man am besten auch einen Magenschutz nehmen, das war in meinem Fall Pantoprazol. Ibuprofen wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Ich habe es in der ersten Woche zu Hause noch in ziemlich hohen Dosen genommen, und dann in der zweiten Woche schon abgebaut, denn da habe ich für mich ein weniger heftiges Medikament entdeckt, nämlich...
 

Wobenzym:

Das ist ein Enzympräparat, das man rezeptfrei in der Apotheke bekommt (100 Kapseln kosten ca. 38 Euro), und das ebenfalls entzündungshemmend und abschwellend wirkt, nur völlig ohne Nebenwirkungen, jedenfalls bei mir. Ich habe 6x2 Kapseln am Tag genommen, also 12 Stück über den Tag verteilt, und schon am zweiten Tag war ich schmerzfrei. Ich habe es fast die ganze Zeit ( etwa 4 Monate) nun genommen, überhaupt keine Nebenwirkungen verspürt und jetzt ist die Schwellung komplett weg, auch dank meiner...
 

Lymphdrainage:

Die hätte ich mir schon von Anfang an verschreiben lassen sollen und nicht erst nach meiner zweiten OP. Bei meinem ersten Termin zur Lymphdrainage war ich echt skeptisch. Ich dachte so: okay, das bisschen auf dir rumdrücken.... braucht man da überhaupt ´ne Ausbildung für.....meine Güte, das ist ja lächerlich.
 
Es ist eine komplett schmerzfreie Sache, die man sofort anfangen kann, wenn die Fäden gezogen sind. Und es ist ein Wundermittel! Nach den Sitzungen (eher Liegungen) war ich jedesmal schmerzfrei, konnte meinen Arm wieder besser hochbekommen, es ist einfach nur genial.
 
Das Wundwasser, was in dem Gewebe einlagert, wird zu den Lymphen befördert, die es abtransportieren. Das Gewebe kann schneller heilen, denn es ist ja kein Wasser dazwischen. Ich hatte 6 Termine, die mir sehr gut getan haben. Ich kann nur jedem dazu raten!
 

Alternative abschwellende Geschichten:

Quark: einfach eine Packung Magerquark auf die nackte Brust schmieren. Ehemänner übernehmen erfahrungsgemäß gerne diesen Part. Bitte nicht die Schweinerei mit Folie bedecken, das verhindert die Verdunstung. Eine halbe Stunde so sitzen, dann die ganze Ferkelei abwaschen. Kühlt ganz wunderbar und hat eine Langzeitwirkung von einem halben Tag.
 
Retterspitz äußerlich: ist eine rezeptfreie Tinktur aus der Apotheke, die auch bei Sportverletzungen hilft. Ich habe Einmal-Waschlappen darin eingetaucht und die auf der nackten Brust aufgelegt. Nicht abdecken, sondern auch verdunsten lassen. Danach ist die Brust feuerrot und gut durchblutet. Regt also den Lymphfluss gut an! Wird ganz häufig bei Milchstau und Brustentzündungen verwendet.
 
Kühlpacks: einfach Gel-Kühlpacks in die Tiefkühltruhe packen, in ein Tuch einschlagen, tief einatmen und rein in den BH. Aufpassen, dass man nicht erfriert. Hilft einfach gut. Im Gegensatz zu den beiden oben genannten aber komplett ohne Wirkstoffe. Einfach nur kühl. Kann auch das Gegenteil bewirken. Auf Narben, die eh schon nicht gut durchblutet sind, würde ich keine Kühlkissen packen, die werden dadurch nicht besser, denn Narben sollen durchblutet sein. Die Brust selbst eigentlich auch, denn nur durch Durchblutung gibt es einen Abtransport des geschädigten Gewebes. Deshalb Kühlpacks sparsam anwenden, beispielsweise, wenn man eine superheiße geschwollene Brust hat.
 

Nahrungsergänzungsmittel:

Ich bin der Auffassung, dass ich schon sehr ausgewogen und gesund esse. Im Krankenhaus habe ich beispielsweise überhaupt kein Fleisch und auch keine Süßigkeiten gegessen, ich wollte einfach meinem Körper nur Gutes zuführen und ihn nicht mit Scheiß belasten. Ich dachte, es reicht sicherlich aus, sich einfach gut zu ernähren und viel Gesundes zu essen. Aber der Körper ist nach einer großen Operation auf noch mehr angewiesen, Gewebe muss wieder zusammen wachsen, das kostet unheimlich Energie.
 
Daher habe ich zusätzlich zu meiner gesunden Ernährung noch folgendes eingenommen:
 
Zink (als Tablette, 3 Mal am Tag): Zink ist ein Präparat, das grundsätzlich für die Wundheilung benötigt wird. Es unterstützt außerdem das Immunsystem. Auch Menschen, die mit häufigen Infekten zu kämpfen haben, sollten regelmäßig Zink nehmen.
 
Selen (1 Tablette am Tag): Selen ist ebenfalls für eine schnellere Wundheilung gut.
 
Eiweiß: so viel wie möglich. Ich habe ein zusätzliches Eiweißpräparat genommen, das man in Milch einrühren kann. Dazu habe ich noch besonders darauf geachtet, viel Fisch, Quark, Käse, Joghurt etc. zu essen, mehr als sonst. Wundheilung ist eine "Kleberverbindung" und die besteht aus Eiweißen. Während der Wundheilung benötigt der Körper noch mehr Eiweiß als normalerweise und dabei sollte man ihn unterstützen.
 

Narbenpflege:

Sobald die Fäden gezogen sind, kann man damit anfangen, die Narben zu pflegen. Man kann das auch lassen, aber es besteht das Risiko, dass die Narben unelastisch werden und unschön. Es gibt sicherlich gute Narbensalben, aber die habe ich nicht ausprobiert. Ich persönlich nehme für meine Narben:
 
Vitamin E Öl: bekommt man überall, ich hab meines von Amazon. Es ist ein kleines Fläschchen gelbes Öl, das relativ neutral riecht. Es ist auch ein Wundermittel! Es ist DAS Anti-Aging-Öl. Aber es hilft bei kleinen Wunden, Entzündungen, trockener Haut. Man kann es abends als Kur aufs Gesicht schmieren oder aufs Nagelbett, es ist einfach nur genial. Ich schmiere es mir auf die Narben, denn das bewirkt, dass sie schneller verblassen und nicht dunkel werden. Meine Narben sind in der Tat inzwischen fast unsichtbar geworden.
 
Centella Asiatia: Indischer Wassernabel. Ich habe es als Creme bestellt, es ist ein reines Naturprodukt und soll das Wundermittel gegen Dehnungsstreifen und Cellulite sein. Dafür habe ich es aber nicht gekauft, sondern es ist auch eine gute Wundsalbe. Es hilft der Haut, neues Gewebe zu bilden, es ist bei kleinen Wunden super, denn es hilft innerhalb von einem Tag, dass sie einfach nicht mehr da sind! Bei meinen Narben hilft es gut, wenn sie aufgrund von Schwitzen, engen Stütz-BH und viel Bewegung (Scheuern an den Narben) gerötet sind. Genauso wie:
 
Calendula: Ringelblumensalbe. Auch ein reines Naturprodukt und die Wundsalbe schlechthin. Kann man auf offene Wunden schmieren, hilft, neues Gewebe zu bilden.
 
Die drei Salben bzw. Öl nehme ich im Wechsel, je nachdem, was ich gerade brauche. Aber morgens und abends schmiere ich meine Narben ein, jeden Tag.
 
Es ist außerdem wichtig, die Narben, wenn sie gut verheilt sind, zu massieren. Auch oberhalb und unterhalb der Narbe, quasi auf den Rippen, die darunter liegen beim Unterbrustfaltenschnitt. Denn durch den OP Schnitt gibt es eine Unterbrechung im Energiefluss.
 
Ja ja, Chakra und innere Mitte und Lotussitz und Betroffenheit kommt jetzt auch noch!
 
Nee, ohne Scheiß, das ist so, das ist kein Scherz. Deshalb hilft es, wenn man gut drüber und drunter auch mal massiert. Wenn die Narben dunkelbraun werden, ist das Eiweiß, dass sich da ablagert, das stört in dem Fall, das kann man auch gut wegmassieren. Wenn die Narben weiß sind, heißt es, sie sind nicht gut durchblutet, also auch massieren. Rotes Narbengewebe: gutes Narbengewebe, denn es ist durchblutet, und das braucht man für eine Wundheilung.
 

Bewegung:

Darf man nicht vergessen. Jeden Tag muss ich meine Arme bewegen, den Radius erweitern, den Brustmuskel dehnen. Sonst verkürzt sich alles, die Narben dehnen sich nicht mit, irgendwann bekommt man den Arm dann gar nicht mehr hoch. Man kann sich auch an einen Türrahmen stellen und den Arm langsam dehnen. Nie zu viel, denn das gibt einen Höllenmuskelkater, wenn man es Wochen nicht gemacht hat!
Bewegung regt außerdem wieder den Lymphfluss an, das ist wieder wichtig für das Abschwellen und das ist wieder wichtig für die Wundheilung.
 
So, ich hoffe, ich habe nix Wichtiges vergessen.
 
Ich hoffe, es hilft IRGENDWEM mal IRGENDWANN, wenn er das hier liest. Dann bin ich schon happy!!
 
Bis demnächst, dann wieder mit was lustigerem.....

Montag, 9. Februar 2015

Was ist hier los?

Gute Zeiten - schlechte Zeiten ist hier los.

Am letzten Donnerstag bin ich noch mal operiert worden. Meine Hoffnungen, dass meine blöde Stelle an der Narbe nun endgültig dicht ist, haben sich PÜNKTLICH zu meinem Geburtstag zerschlagen. Yippieyayeah! (Schweinebacke.)
 
Nun ist die Narbe noch mal aufgemacht worden, unter örtlicher Betäubung (was ziemlich aufregend ist, so im OP zu liegen und alles mit zu bekommen!). Nun hoffe ich, dass es das jetzt mal war. Meine ganzen letzten Monate bestanden irgendwie aus hoffen.....
 
Generell stelle ich bei dieser ganzen Sache fest, dass ich nicht so leicht unterzukriegen bin. Kann zwar passieren, dass ich mal kurzzeitig am Boden zerstört bin, aber in der Regel steh ich schnell wieder auf. Oft merkt man ja erst bei einer solchen Prüfung, was man aushalten kann, und offensichtlich ist es eine Menge, das ich aushalten kann. Und ich verliere offensichtlich auch nie die Hoffnung, dass alles irgendwann wieder gut wird. Kurzzeitig schon - aber nie für länger als ein paar Stunden. So, wie ich nie lange auf jemanden böse sein kann, so kann ich auch nie lange hoffnungslos sein. Selbst, wenn ich mal UNBEDINGT ganz unten sein will und mich eine Weile selbst bemitleiden möchte, und UNBEDINGT mal länger sauer sein will - klappt nicht. Bin ich nicht für geschaffen. Mir scheint jetzt auch nicht den ganzen Tag die Sonne aus dem Ar....., aber mich reißen die guten Sachen, die mir am Tag so passieren, einfach immer wieder mit.
 
Am nächsten Montag bekomme ich mein (allererstes!) Tattoo!! Meine Mutter wird jetzt genau in diesem Moment, wo sie das hier liest, die Hände überm Kopf zusammenschlagen und rufen "Oh nein, mach das nicht!!".
 
Mach ich aber, Mama. Brauchste dir auch keine Mühe zu geben, mir das auszureden. (Das ist das Gute daran, wenn man 45 (!) ist. Man muss eigentlich seine Mutter nicht mehr fragen...;))
 
Und so in etwa wird das aussehen:
 
 
 
Ein Adler im Fluge und darunter "live fearless". Lebe furchtlos. Das ist, was ich möchte und auch meistens tue. Keine Angst. Vor nix. Und sollte ich das mal vergessen oder in Panik geraten, dann schau ich meinen Unterarm an und weiß es wieder: dass man furchtlos leben sollte. (was im übrigen nix damit zu tun hat, dass ich RISKANT leben will, darauf stehe ich GAR NICHT!) Furchtlos heißt für mich: mach es einfach. Jetzt. Sag es einfach. Jetzt. Mach den Schritt. Jetzt. Hab keine Angst vor Veränderungen. Und hab keine Angst vor Konsequenzen.

"Furchtlos" ist außerdem für mich eines der schönsten Wörter, die es so gibt. Es impliziert für mich ein großes Herz, tapfer und rein. Es hat etwas heldenhaftes. Ja, so ist das....

Und sonst so? Habe ich zu meinem Geburtstag ein ganz großartiges Geschenk von meinem Mann bekommen: einen Fotoapparat. Eine Sony RX100 II. Suuuuper! Ich bin fleißig am Lernen, habe mir auch das Buch dazu gekauft und probiere nun in der Gegend rum.
 
 
 
 
Den "Gourmetmodus" bei der Kamera mag ich besonders, jedes Essen sieht soooo lecker aus!
 
Ansonsten: haben wir gestern endlich auch mal "Honig im Kopf" im Kino gesehen. Bis auf einige Szenen, die wirklich WIRKLICH nicht ganz realistisch waren, aber dafür grandiose Bilder geliefert haben, war es ein sehr guter sehenswerter Film. Ein paar Mal hatte man auch Pipi in den Augen....
 
So, das wars. Muss weiter arbeiten! Euch einen schönen Start in die Woche. Und nicht vergessen:
 
Lebe furchtlos!
 

Samstag, 17. Januar 2015

Nicht auf morgen warten


Es gibt ja so Phasen im Leben, da denkt man sich „Oh Mann, wenn das doch endlich vorbei wäre. Danach wird echt alles besser! Das kann nur besser werden!“ Ich kenne das selber. Man versucht dann, sich irgendwie über Wasser zu halten mit der Denke „ Wenn ich das hinter mir habe, wird alles gut.“
 

-          Wenn die Kinder aus dem Haus sind

-          Wenn Oma tot ist und ich einen Haufen Geld erbe

-          Wenn ich 20 Kilo abgenommen habe

-          Wenn die Schulden endlich abbezahlt sind

-          Wenn der Urlaub anfängt

-          Wenn ich einen neuen Job habe

 
Und was ist in der Zwischenzeit? Nix? Kein Leben? Warteschleife?


Das Ding ist nämlich, dass die Lebensuhr weiterläuft. Die hält ja nicht an, nur weil man diese eine blöde Phase eben noch überwinden muss, so nach dem Motto „Ähh, kannst du kurz warten, das zählt doch jetzt nicht ernsthaft zu meiner Lebenszeit, oder?“ Jeder Tag, der abläuft, bringt dich näher an den Tag, an dem alles aufhört. Und das Problem ist: den Tag kennste nicht. Der kommt einfach irgendwann. Weißte aber nicht, wann das ist….

Die Sache ist ja die: du wirst niemals mehr so jung sein, wie du jetzt gerade bist. Du bist am Morgen so jung, wie du am Abend nicht mehr sein wirst. Bringt also nix, sich am Morgen schon auf den Abend zu freuen. Denn bis dahin kann so viel passieren, dass es sein kann, dass der Abend irgendwie doch nicht so geil ist, wie du dir am Morgen erhofft hast. Und dann? Haste den Tag verdaddelt. Weil du auf den Abend gewartet hast. Hast einfach einen ganzen Tag weggeschmissen. Einen ganzen kostbaren Tag. Der wird dir einfach vom Rest deines Lebens abgezogen. Da kennt die Lebensuhr echt kein Pardon.

 
Wenn ich mit unserem Hund unterwegs bin, dann gibt es eine Stelle im Wald, an der ich mich gerne auf die Bank setze, die dort steht. Ein kleiner Bach fließt dort entlang und plätschert vor sich hin. Es ist dort sonst ganz ruhig, man hört keine Autos, nur den Wind in den Baumkronen und den Bach. Mein Hund weiß schon, dass das die Stelle ist, an der es eine Pause gibt. Ich sitze auf der Bank, er setzt sich ebenfalls und schaut mit ernstem Ausdruck in den Wald. Er nimmt das Ganze sehr gewissenhaft, er weiß, dass in den Minuten nix passiert außer, dass ich dort sitze. Ich gucke in die Baumkronen über mir, ich atme tief durch, und wenn vorher auch alles doof war und nichts passte -  in den Minuten dort wird alles wieder grade gerückt. Ich merke, was für ein Privileg es ist, dort sitzen zu dürfen. Was für ein Privileg, dort sitzen zu dürfen und den jahrhundertealten Bäumen beim Neigen und Wiegen zusehen zu dürfen! Besser geht nicht!
 

Als ich im Krankenhaus lag und es mir echt scheiße ging, da hab ich mich so danach gesehnt, einfach da rausspazieren zu können. Als ich dann sieben Tage nach meiner Operation den ersten kleinen Spaziergang zur Apotheke gemacht habe, hat es geregnet. Es hat Bindfäden geregnet. Ich habe es sooo genossen! Den Regen auf meinem Gesicht, die frische Luft, das war das pure Glück für mich. Und heute? Bin ich schon wieder so weit, dass mich Regen nervt. So schnell geht das…
 

Aber das MUSS nicht so sein. Ich ermahne mich jetzt immer, wenn ich merke, dass ich angenervt bin. Das Leben ist echt zu kurz für so´n Scheiß.
 

Im Alltag, so an ganz normalen Tagen, die irgendwie kein Highlight zu haben scheinen, gibt es auch ganz viele Momente, in denen das klappt. Das Leben zu genießen. Zum Beispiel, wenn man aus der Kälte in ein warmes Zuhause kommt. Den Geruch von frisch gebackenem Brot. Das Gefühl, eine komplizierte Arbeit geschafft zu haben. Eine Wärmflasche auf kalten Füßen. Die Erschöpfung nach 1000 Metern Schwimmen.  Das Bowlen am letzten Donnerstag mit Jojos Geburtstagsgesellschaft: dieses Lachen, Quatsch machen, Blödsinn erzählen, zu genießen, dass man zu einer tollen Familie gehört.....das alles finde ich ganz großartig!
 
Habt ein schönes Wochenende! Genießt das Leben! Und macht, was euch Spaß macht!